Die Kurverwaltung des Ostseebades Kellenhusen hat vor einiger Zeit öffentlich mitgeteilt, dass ins das Urlaubsmagazin des Ostseeferienlandes und somit in das Gastgeberverzeichnis künftig nur noch klassifizierte Ferienwohnungen aufgenommen werden. Diese Aussage wurde dann aber in der Weise modifiziert, dass nur die Zimmervermittlung des Kurbetriebes Kellenhusen diese Einschränkung vornimmt. Damit gilt diese Notwendigkeit der Klassifizierung eben auch in Kellenhusen nur für einen kleinen Bereich. Natürlich ist gut, dass man in Kellenhusen bemüht ist, das Leistungsangebot an Ferienwohnungen und Ferienhäusern im Rahmen der touristischen Werbung realitätsnah transparent und damit auch vergleichbar zu machen. Dieser Ansatz ist richtig und langfristig auch einzuhalten. Innerhalb des Verbundes des Ostseeferienlandes und damit also in den Ostseebäden Grömitz, Dahme und Kellenhusen sollten die Maßstäbe gleichzeitig einheitlich sein. Dieses ist noch nicht erreicht, wie das beschriebene Beispiel der Klassifizierungsanwendung deutlich macht. Meines Erachtens gibt es bei dem Klassifizierungverfahren selbst auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Erfährt ein Kunde, der erneut seine Ferienwohnung und sein Ferienhaus klassifizieren möchte, erst nach dem erneuten Prüfverfahren aufgrund der plötzlich niedrigeren Klassifizierungbewertung, dass sich die Kriterien für die Prüfung verändert haben, dann ist das leider kein Erfolgserlebnis. Folglich kann bei gleichbleibender Unterkunftsqualität bei einer erneuten Klassifizierung ein für den Eigentümer betrübliches Ergebnis vorliegen, dass heißt, es gibt weniger Sterne. Hier wäre es gut, wenn vor der kostenträchtigen Klassifizierung eine kosteneutrale Beratung vorgeschaltet wird. Wichtig ist also meines Erachtens, dass die von dem Tourismusverband empfohlene Firma für die Vornahme der Klassifizierung , selbstständig eine Beratung für die Klassifizierung den Kunden und damit den Eigentümern von Ferienwohnungen und Ferienhäusern vorweg anbietet. Bei den Prüfern handelt es sich schließlich um keine von einer Behörde - sondern von einem Service-Unternehmen der Privatwirtschaft. Bislang ist der Andrang von Kunden, die sich zur Klassifizierung ihrer Immobilien anmelden, wohl noch leicht zu bewältigen. Hier ist wohl noch Überzeugungsarbeit zu leisten.
