Die hauptberuflichen Tourismusorganisationen haben ein Ziel, die Klassifizierung von Ferienwohnungen und auch Ferienhaeusern zu verstaerken. Als Motiv nennen diese Organisationen immer wieder eine ausreichende Transparenz der realen Ausstattung von Gaesteunterkuenfte zu erreichen. Der bisher beschriebene Weg der Klassifizierung auch im Ostseeferienland ist nun aktuell von der lokalen Presse beschrieben worden. Deutlich wird meines Erachten das Bemühen, noch weitere Unterkuenfte zu klassifizieren. Dabei wird das auch fuer Hotels angewendete Sterneprinzip hingewiesen. Mit der Klassifizierung verdienen einige Unternehmen genuegend Geld, um wie eine Verwaltung taetig zu werden. Es wird gesagt, dass man nach den Regularien der bundesweiten Tourismusorganisation vorgeht. Die Auftraggeber sind die Betreiber der Ferienunterkuenfte, die sehr wohl eine Erwartunghaltung gegenueber den Pruefern haben und nicht zufrieden sind, wenn die Bewertung nur einen oder zwei Sterne ergibt. Kritisch wird es dann, wenn nur noch klassifizierte Wohnungen oder Haeuser in Kataloge der Kurverwaltung aufgenommen werden sollen.Zu wenig wird darauf hingewiesen, dass eine Klassifizierung fuer einen Zeitraum von drei Jahren gilt und gleichwohl nur eine Momentaufnahme ist.
Damit wird nicht ausgeschlossen, dass sich der Zustand einer Immobilie schnell veraendern kann und die Sternepraedikate nur ein Hinweis auf einen bestimmten Standard sein sollen. Grundsaetzlich gilt auch fuer die anderen nicht klassifizierten Unterkuenfte, dass der Vermieter Angebote zum Ausstattungszustand auch macht und der Gast sehr wohl darauf vertrauen darf, dass diese Angebot auch mit der Realitaet in Deckung zu bringen ist. Im Streitfall gilt das BGB und das ist bei der Klassifizierung wohl auch nicht anders. Das Ergebnis der bisherigen Klassifizierungsbemuehungen laesst sich deutlich an den wohl geringen Zahlen messen. Ich gewinne auch den Eindruck , dass in einigen Messkriterien so etwas wie Geschmack und unterschiedliche Einschaetzung erkennbar wird. Das ehrliche Bemuehen um Sachlichkeit wird nicht in Zweifel gezogen. Da der Verdienst beim Vermieten von Ferienunerkuenften wohl immer geringer wird, fallen die nicht geringen Kosten fuer eine Klassifizierung schon ins Gewicht.
