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Freitag, 10/12/2010

Regionalpresse schreibt: In der Vorweihnachtszeit klappt es in der Kellenhusen Gemeindevertretung einfach nicht mit dem Frieden.

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Bei der akuellen Sitzung der Kellenhusener Gemeindevertretung wurde erneut deutlich, dass zwischen der Mehrheitsfraktion der Freien Wähler der CDU und der SPD keine nenneswerte Gemeinsamkeit nach außen erkennbar ist. Der Haushalt wurde folglich nur mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion verabschiedet. Ein durchaus markanter Streitpunkt war die Erhöhung der Kurabgabe auf 3 Euro, die in gleicher Art nur mit den Stimmen der FWK  beschlossen wurde.  Immerhin wurde ein Jahresüberschuss von 122600 Euro erwirtschaftet. Die Ueberschuesse werden jedoch nur auf Veraeußerung von Grundstuecken ermoeglicht. Der Finanzausschussvorsitzende gab so zu bedenken, dass der Ergebnishaushalt in sich jedoch strukturell defizitär ist. Es wird von der Gemeinde Kellenhusen mehr ausgegeben als eingenommen. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang daran, dass nur der Abbau des Haushaltsdefizits des Kurbetriebes eine nachhaltige Wirkung erzeugen kann. Der Finanzausschussvorsitzende hatte hier den Nagel auf den Kopf getroffen. Jedes Jahr drueckt dieses Defizit die Gemeinde und meines Erachtens wird es nun auch Zeit, dass die touristische Organisation des Ostseeferienlandes hier die notwendigen Kosteneinsparung  ermoeglicht. Eine starke Antriebsfeder ist der Kellenhusener Tourismusleiter, der hier schon fundamentale Planungsvorschlaege als Mitarbeiter des Ostseeferienlandes realisierte. Die Kellenhusener Buerger nehmen mit Bedauern zu Kenntnis, dass die Gemeindevertretung nicht nach außen mit einer Stimme auftritt. Nur so wird Kellenhusen von Ansprechpartnern Ernst genommen. Gesamtwirtschaftliche Probleme betreffen alle Ostseebaeder.So kuendigt die Landesregierung die solidarische Haltung bei dem Kuestenschutz und fordert von den betroffenen Regionen eine Kuestenschutzabgabe in Hoehe von einem Zentel der Aufwendungen. Betroffen sind auch die hiesigen Grundstueckseigentuemer. Letztere werden ohnehin schon durch besonders hohe Abgaben wie unter anderem Grundsteuer und Straßenausbaubeitraege belastet. Die Reinertraege der Gewerbetreibenden sinken so deutlich. Nur gemeinsam kann man hier Einhalt erreichen  und das Stuttgarter Modell der Buergerbeteiligung in Erinnerung rufen.

Sonntag, 5/12/2010

Anzeichen für nachhaltige Folgen des Klimawandels im Ostseebad Kellenhusen sind eine neue Herausforderung.

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Extreme Witterungsverhaeltnisse gekennzeichnet durch sich haeufende und staerkere Hochwasserstaende mit ernormen Windstaerken fuehren fruehzeitig zum Wegspuelen von großen Strandmengen am konzessionierten Badestrand. Dieses ist aber nur eine Folge und leider treten noch weitere Schaeden auf. Die Deiche auch in Kellenhusen muessen dringend erhoeht werden. Die Landesregierung hat  dieses Maßnahme zwar eingeplant, jedoch immer noch nicht umgesetzt. Bei Ostseehochwasser mußte wiederholt die Feuerwehr anruecken , um mit Sandsaecken die Gefaehrdung zu minimieren. Ein großer Deichbruch blieb zum Glueck bisher aus. Eigentlich muessen die Kommunalpolitiker an einem Strang ziehen, um wirksam gegen die derzeitige Zielsetzung der Regierungspolitik aufzutreten. So will die jetzig Regierung in Schleswig-Holstein den Kuestenschutz nicht mehr als solidarische Aufgabe ansehen. Sie will von den betroffenen Kuestenorten in Schleswig-Holstein Abgaben einziehen,  die dort die Grundstueckseigentuemer aufbringen sollen.Eine solche Forderung zeigt deutlich, wie wenig solidarisch sich die Verantwortlichen aus Kiel verhalten.  Gefragt ist eine nachhaltige Gemeindepolitik  in Kellenhusen, die die Situation in ihrer Schwere erkennt und dann auch gemeinsam reagiert, um Loesungen ueber einen nachhaltigen Weg einzuleiten. Jaehrlich neuen Strandsand anzufahren, sprengt langfristig wohl auch die finanzielle Kraft einer kleinen Ostseegemeinde. Das Deichvor-und Hinterland  in Kellenhusen ist meines Erachtens neu zu sichern und auch zu ueberplanen. Die Promenade ist in Kellenhusen bei den starken Ostseehochwasserstaenden auf Dauer im Bestand ohne tiefe Spundwaende nicht hinreichend gesichert. Der Leiter der Kellenhusener Kurverwaltung hat meines Erachtens schon aktuell sehr deutlich gemacht, das Handlungsbedarf  besteht und der Buhnenbau hier keine ausreichende Loesung bietet.

Donnerstag, 2/12/2010

Stille Reaktionen von AnLiegern im Ostseebad Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Die Straßenausbauplanungen im Ostseebad Kellenhusen werden grundsaetzlich von etlichen betroffenen Buergern im Einzelfall anerkannt. Die Beteiligung der Anlieger durch die gemeindlichen Gremien erfolgt jedoch in einigen Faellen nur formal. Die Anlieger gewinnen so den Eindruck, dass sie trotz einer extrem hohen Kostenbeteiligung praktisch nur wenig Einwirkungsmoeglichkeiten haben. Auch hier erfolgt bei Planungsaenderungen eine spaerliche und nicht immer aktuelle Information. Einzelheiten hierueber muessen nicht oeffentlich dargestellt werden. Die Betroffenen und Verfahrensbeteiligten wissen, was gemeint ist. Im Kleinen koennte sich eine Politikverdrossenheit nachhaltig auch hier fortsetzen. Man kann annehmen, dass Buerger sich auch hier entscheiden, eine direkte Kommunikation mit den gemeindlichen Gremien in Kellenhusen zukuenftig   zu vermeiden, weil sie hierbei keinen Vorteil mehr in der Form einer Mitgestaltung erkennen. Ich kann mir vorstellen, dass einige Kellenhusener Buerger bei dem Thema Straßenausbau nur noch den Rechtssweg beschreiten werden, wenn eine notwendige Beteiligung nur eingeschraenkt zugelassen wird.Allerdings besteht noch eine geringe Hoffnung, dass die verantwortlichen Entscheider in der Gemeinde Kellenhusen sich einmal besinnen, wenn ihnen deutlich wird, dass nicht nur im Großen – wie in Stuttgart -  sondern im Kleinen auch in Kellenhusen andere Formen der Beteilung oeffentlich durchsetzbar sind. Demokratische Lebensformen stellen sich nicht nur in Parteien sondern in gelebten Gemeindschaften dar.

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