Bei der akuellen Sitzung der Kellenhusener Gemeindevertretung wurde erneut deutlich, dass zwischen der Mehrheitsfraktion der Freien Wähler der CDU und der SPD keine nenneswerte Gemeinsamkeit nach außen erkennbar ist. Der Haushalt wurde folglich nur mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion verabschiedet. Ein durchaus markanter Streitpunkt war die Erhöhung der Kurabgabe auf 3 Euro, die in gleicher Art nur mit den Stimmen der FWK beschlossen wurde. Immerhin wurde ein Jahresüberschuss von 122600 Euro erwirtschaftet. Die Ueberschuesse werden jedoch nur auf Veraeußerung von Grundstuecken ermoeglicht. Der Finanzausschussvorsitzende gab so zu bedenken, dass der Ergebnishaushalt in sich jedoch strukturell defizitär ist. Es wird von der Gemeinde Kellenhusen mehr ausgegeben als eingenommen. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang daran, dass nur der Abbau des Haushaltsdefizits des Kurbetriebes eine nachhaltige Wirkung erzeugen kann. Der Finanzausschussvorsitzende hatte hier den Nagel auf den Kopf getroffen. Jedes Jahr drueckt dieses Defizit die Gemeinde und meines Erachtens wird es nun auch Zeit, dass die touristische Organisation des Ostseeferienlandes hier die notwendigen Kosteneinsparung ermoeglicht. Eine starke Antriebsfeder ist der Kellenhusener Tourismusleiter, der hier schon fundamentale Planungsvorschlaege als Mitarbeiter des Ostseeferienlandes realisierte. Die Kellenhusener Buerger nehmen mit Bedauern zu Kenntnis, dass die Gemeindevertretung nicht nach außen mit einer Stimme auftritt. Nur so wird Kellenhusen von Ansprechpartnern Ernst genommen. Gesamtwirtschaftliche Probleme betreffen alle Ostseebaeder.So kuendigt die Landesregierung die solidarische Haltung bei dem Kuestenschutz und fordert von den betroffenen Regionen eine Kuestenschutzabgabe in Hoehe von einem Zentel der Aufwendungen. Betroffen sind auch die hiesigen Grundstueckseigentuemer. Letztere werden ohnehin schon durch besonders hohe Abgaben wie unter anderem Grundsteuer und Straßenausbaubeitraege belastet. Die Reinertraege der Gewerbetreibenden sinken so deutlich. Nur gemeinsam kann man hier Einhalt erreichen und das Stuttgarter Modell der Buergerbeteiligung in Erinnerung rufen.
