Im Cafe Kruse begann die oeffentliche Sitzung der Kellenhusener Gemeindevertretung bei guter Beteiligung der Buerger. Fuer die Besucher war meines Erachtens schnell erkennbar, dass sich ein fast holpriger Verlauf der Sitzung abzeichnete. In Kellenhusen verfuegen die Freien Waehler ueber die absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung und diese Gesellscfhaftsgruppe zeigt fuer mich manchmal deutlich ihre nach außen kompromißlos wirkende politische Machtausuebung. Die einstimmige Bestaetigung der Wahl des Gemeindewehrfuehrers hob sich dann positiv ab und der alte und neue Wehrfuehrer ging auf das Problem ein,dass die Wehr nicht ueber eine ausreichende Personenstaerke verfuegt. Eine Zwangrekrutierung von Buerger zur Freiwilligen Feuerwehr Kellenhusen moechte man vermeiden. Sollen sich jedoch nicht ausreichend freiwillige Mitglieder finden, koennte ein Anordnung von Amts wegen unumgaenglich sein. Aehnliche Probleme gibt es auch in anderen laendlichen Bereichen. Bei der Wahl des Stellvertretenden Buergemeisters hatte die CDU das Vorschlagsrecht und waehlte den Kandidaten Carsten Nebel und die Freien Waehler enthielten sich der Stimme. Das hielt das Publikum schon fuer eigentuemlich. Als dann ueber die Straßenbaumaßnahmen Wintershörn und Erschließungsstraße am Strand nicht so wie im Finanzausschluß vorher beschlossen wegen aktuell vorgetraener Einwaende eine Abstimmugn herbeigefuehrt werden sollte, erhielten auch Betroffene Gelegenheit zu argumentieren. Es ging um die Bauausfuehrung im Wintershoern. Dort hatten die Anlieger bei der einer Versammlung vorgetragen, dass sie eine restlos gepflasterte Version wuenschen. In der aktuellen Gemeindevertretungssitzung wollten die Freien Waehler und damit die Buergermeisterin dem Vorschlag des Ortsplaners folgen, der eine andere Ausfuehrung vorgeschlagen hatte. Zum Glueck hielten Vertreter der CDU und der SPD-Vertreter sowie der Fraktionssprecher der Freien Waehler die von Anliegern favorisierte Loesung fuer angezeigt. Die Wortwahl und der Ton einiger Gemeindevertreter verschaerfte sich leider meines Erachtens bei der vorangegangenen Diskussion. Der Umgang miteinander in der Kellenhusener Gemeindevertretung erschien wohl fuer Außenstehende und Beobachter sehr eigentypisch und waere wohl auch verbesserungswuerdig. Schließlich wollen und sollen die Gemeindevertreter für das Wohl des Ortes Kellenhusen handeln und dieses geht doch am besten nur mit einem gemeinsamen Nenner.
