In einer kürzlich in den LN dargestellten Pressemitteilung hat das Gemeinderatsmitglied J. Paustian auf die Aussagen der CDU und SPD in Kellenhusen nun meines Erachtens sehr umfangreich reagiert.Vorab darf man sich wohl als Kellenhusener Bürger fragen, ob es überhaupt geschickt ist, wenn sich die Parteien in einem so kleinen Ort wohl vorrangig so öffentlich ihre Argumente vortragen. Meines Erachtens ist es geschickter, die Ortsprobleme intern und nicht so öffentlich auszutragen. Es schon fast wie in der großen Politik. Wenn es richtig ist, dass die Kellenhusener Bürgermeisterin sich bei der Landesregierung in Kiel schon auf eine Marschrichtung bei dem Hotelstandort auf der Schwimmbadwiese in Kellenhusen festgelegt hat und hierfür nachweislich die Mehrheit der Gemeindevertretung mit entsprechenden Beschlüssen votiert hat, dann muß sich die Minderheit in einer Demokratie auch danach richten und nicht versuchen, die Landesregierung in Kiel einseitig umzustimmen. Das schließt nicht aus, sich auch in Kiel selbst als Opposition direkt zu informieren. Nur wenn es in Kellenhusen gelingt, innerhalb der Parteien wieder mehr Vertrauen untereinander aufzubauen, lassen sich die wichtigen Ziele auch gemeinsam besser erreichen und so bei dem Bau eines Vier-Sterne Hotels in Kellenhusen vielleicht auch ausreichend Fördermittel einwerben.
Meines Erachtens wollen die Freien Wähler in Kellenhusen mit ihrer Mehrheitsfraktion keine Sanierung des derzeitigen Gebäudekomplexes der Kurverwaltung sondern dort den Bau des Vier-Sterne-Hotels erreichen, der dann auch den Well-Ness-Bereich abdecken könnte. Letzterer sollte dann auch allen Gästen zur Verfügung stehen. Die Betriebskosten sollen dann dem Hotelbetrieb und nicht der Gemeinde Kellenhusen zugeordnet werden. Klappt dieses, würde die Gemeinde Kellenhusen erhebliche Kosten einsparen und könnte an anderer Stelle weiter investieren. Die Argumente werden von der Gemeinderatsminderheit nicht akzeptiert. Durchsetzen kann die Bürgermeisterin ihre Ziele schon. Es bleibt nicht mehr viel Zeit für die Realisierung des geplanten Hotelbaues. Die Fördermittel werden später kaum aus Kiel mehr so stark fließen; denn das Land Schleswig-Holstein ist hoch verschuldet.