Der Dahme Bürgermeister hält es für falsch, die Einsatzkosten für die Überschwemmung nur dem Ostseeheilbad Dahme aufzubürden.
Für die Bürger und Gäste in Dahme war die Regenflut schon eine Katastrophe. Über den Umfang und die Schäden wurde schon wiederholt berichtet.
Der Dahme Bürgermeister hat schon mehrfach versucht, auch eine finanzielle Hilfe von dem Kreis und dem Land Schleswig-Holstein zu erhalten.
Für die Veantwortlichen des Kreises Osthaolstein steht wohl fest, dass sie keinen kostenträchtigen Alarm ausgelöst haben.
Unstrittig ist die Notwendigkeit und der Umfang der Anforderung der Einsatzkräfte gewesen.
Meines Erachtens beharrt der Landrat auf seinem bürokratischen Standpunkt und sieht keine Möglichkeit der finanziellen Unterstützung; denn hierfür seien keine Mittel im Haushalt vorgesehen.
Für mich ist die Sachlage ähnlich wie bei der Einstellung der Landesregierung zu der Beteiligung an Küstenschutzmaßnahmen in Schleswig-Holstein.
Buhnenbau wird an der Ostsee nicht als Küstenschutzmaßnahme gesehen, wohl aber an der Nordsee.
Die Einstellung der Regierung im Nachbarland Mecklenburg ist da viel konsequenter; denn dort wird der Buhnenbau vom Land finanziell unterstützt.
Starkregenfälle sind auch in dem erlebten Ausmaß 2007 nicht als Katastrophenfall vorgesehen, bleibt das Argument des Ostholsteiner Landrates. Man sollt aber bedenken, dass derartige und bisher nicht gekannte Schadensfälle in einem Katastrophenerlass als Kritierium dann neu aufzunehmen sind, schließlich waren neben hohen Sachschäden auch Gefahren für Leib und Leben zu berücksichtigen.
Die Überschwemmungen im August 2007 bleiben den Betroffenen noch lange in Erinnerung.
Zum Glück hat Dahme einen Bürgermeister, der einfach nicht locker läßt.
Die Einsatzrechnungen hat er wohl jedenfalls dem Absender zurückgeschickt.
