Das teure und keinesfalls perfekte System des Kurtaxeinzugs über das Rabattsystem der Ostseecarte sollte nun optimiert werden, denn es kostet auch die Ostseeheilbäder Kellenhusen und Dahme sehr viel Geld – Kellenhusen zum Beispiel rund 200.000 Euro -.
Der von den Touristikleiters prognostisierte Erlös blieb aus.
In der Presse war nun zu lesen, daß sich die Landesregierung und auch die Touristikleiter konkret mit der Planung eines neuen Kurtaxmodells befassen, das der früher schon einmal erörterten Bettensteuer gleicht.
Dann wird die Kurtaxabgabe in die sogenannte Bettensteuer eingerechnet und der Feriengast zahlt nicht mehr direkt die Abgabe.
Natürlich geht das Modell nur zu Lasten der touristischen Gewerbetreibenden und Kleinvermieter.
Sie können die Kurtaxe bei der derzeitigen Wirtschaftlage dann gar nicht an ihre Gäste abwälzen.
Zweiter Sieger bleiben wie immer die Vermieter.
Es fehlt den Vermietern an einer Lobby, die ausreichend Gewicht hat.
Die politischen Parteien tragen zur Zeit ihren Problemen unzureichend Rechnung.
Im Ergebnis werden noch mehr Vermieter ihr Wirtschaftsunternehmen aufgeben, weil es sich für sie nicht mehr rechnet.
Der Staat und die Tourismusverbände haben sich zu lange zum Nachteil der Vermeiter bedient und getreu dem Grundsatz – ein Unternehmen ist wie eine Kuh, die man ständig melken kann – gehandelt.
Sind die kleinen Unternehmen erst auch kaputt, verlieren die Funktionäre bald auch ihren Job.
