Das Kloster aus dem 13. Jahrhundert ist nicht für Ortsansässige, sondern auch für unsere Touristen des Ostseferienlandes – aus Dahme , Kellenhusen und Grömitz – eine Besichtigung wert.
Die in den achtziger Jahren völlig restaurierte Klosteranlage Cismar ist eben auch eine kultureller Mittelpunkt mit deutlichem geschichtlichem Bezug.
Verantwortlich für die Ausgestaltung und Nutzung dieses mittelalterlichen Gebäudekomplexes mit der parkartigen Anlage ist die Verwaltung des
Schlosses Gottorf /Schleswig. Eigentümer ist das Land Schleswig-Holstein.
Das Benediktiner Kloster war in seiner Blütezeit wegen seiner Johannesquelle und der zeitweise im Kloster zahlreich vorhandenen Reliquien ein bedeutender Pilgerort. Die Pilger brachten dem Kloster und den Mönchen für diese Zeit eine gute wirtschaftliche Basis.
Es gab aber auch schwierige Zeitabschnitte für das Kloster Cismar.
Die Mönche waren aus Lübeck wegen ihres zu weltlichen Lebens und dem Umgang mit den Nonnen strafversetzt worden.
Es gelang den Mönchen den Einzug in Cismar zu verzögern ,aber nicht zu verhindern, denn schließlich mußte der Papst noch eingreifen.
Unter dem Schauenburger Grafen, der die Dänen in einer Schlacht aus Schleswig-Holstein drängte, wurden dem Kloster auch umfangreiche Ländereien in Ostsholstein übertragen.
Heute werden bei den interessanten Klosterführungen durch den Förderverein Kloster Cismar noch viele weitere geschichtlichen Details im Rahmen der Ortsbesichtigung vorgetragen .
Die Klosteranlage hatte früher einmal einen eigenen Hafen und war durch eine kleine Förde mit der Ostsee verbunden.
Dieser Bereich nennt sich heute Klosterseeniederung und wurde durch den Arbeitsdienst trocken gelegt.
Heute ist dient ein Teil der Flächen als Weideland und steht auch im Deichbereich unter Landschaftsschutz.
Sicherlich wäre die direkte Verbindung zur Ostsee bis nach Cismar touristisch bedeutsamer.
Durch die Einbindung Cismars in die Gemeinde Grömitz und den Nachbarort Kellenhusen und deren Touristen besuchen viele Bürger die Klosteranlage.
Über 70.000 Besucher zählt diese Anlage nur ca. 4 Kilometer von der Ostsee entfernt an den drei Tagen des Klosterfestes im August in Cismar, denn der Fördeverein des Klosters lockt viele Kunsthandwerker , tolle Stände aufzubauen und ihre Arbeit dort vorzuzeigen.
Für Speis und Trank wird dann vom Förderverein gesorgt.
Die Beliebheit dieser Veranstaltung zeigt sich schon dadurch, daß nunmehr zum 26 Male dieses Fest 2005 gefeiert wurde.
Gut das es im Ostseeferienland den Anlaufpunkt des Klosters gibt.
