In beiden Ostseeheilbädern gibt des die Zimmervermittlungen der Kurverwaltungen. Sie befinden sich jeweils in den Gebäuden der Kurverwaltungen Dahme und Kellenhusen an den Promenaden mit Blick auf die Ostsee.
Die Organisationen der Kurverwaltungen unterscheiden sich
.In Kellenhusen hat die Kellenhusener Touristik GmbH durch Geschäftsbesorgungsvertrag das Aufgabenspektrum der Kurverwaltung übernommen und erweckt damit den Eindruck des kaufmännisch ausgerichteten Aufgabenvollzuges. Die Führung der einzelnen Betriebszweige müßte nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit erfolgen.
Das bedeutet meines Erachtens, daß nur eine deutliche Gewinnerzielung die Fortführung des Betriebszweiges ermöglicht.
Dieses ist wohl bei der jetzigen Kurverwaltung in Kellenhusen noch nicht hinzreichend gesichert.
Bezogen auf die Betriebs-und Personalkosten ist das positive Ziel nicht erreicht.
Es fehlt in Kellenhusen das große Kontingent der für die Kurverwaltung zur Verfügung stehenden Ferienwohnungen.
Anders sieht es bei den gewerblich tätigen Zimmervermittlungen in Kellenhusen aus, denn die meisten verfügen über einen ansehnlichen Anteil von Vermietungsobjekten.
Die Ursache ist m.E. der größere und auch zum Teil kompetentere Gästeservice der gewerblichen Vermieter. Der Service wird anerkannt und beinhaltet u.a. auch die umfassende Betreuung am Anreisetag und während der Urlaubsdauer.
Mit dem neuen Kurtaxeinzugssystem – über die rabattorienierte Ostseecard als Ersatz der Kurkarte – ist seit 2004 ein zeit – und personalaufwendiges Ausfüllen der DIN A4 großen Abgabeformulare verbunden, daß sich trotz der geringen Provision nicht rechnet.
Die zusätzlichen Peronalkosten werden bei dem Zimmernachweis der Kurverwaltung Kellenhusen einfach dem Posten allgemeine Personalkosten zugeordnet und fallen in die Summe des jährlichen Verlustausgleiches.
Mit diesem Ausgleich wird die Kurverwaltung solvent gehalten.
Diesen Verlustausgleich gewährt keiner den gewerblichen Zimmervermittlungen.
Für die Kurverwaltung in Dahme besteht keine GmbH, die mittels Besorgungsvertrag den Aufgabenvollzug wie beschrieben regelt.
Eine früher mit Kellenhusen gemeinsam hierfür gegründete GmbH wurde erst aufgelöst, weil die Dahmer Gemeindevertretung keine Vorteile erkennen, sondern nur höhere Kosten bilanzieren konnte.
Die GmbH hatte anfangs nur den Vorteil der Personalkosteneinsparung aufgezeigt, weil die Mitarbeiter nicht nach den Vorgaben des teuren öffentlichen Dienstes entlohnt wurden.
Dieses allein erschien Dahme nicht genug.
Die Zimmervermittlung wird dort nach altem Muster mit guter Zusammenarbeit mit den gewerblichen Zimmervermittlungen geführt.
