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Dienstag, 31/5/2005

Ostseeheilbäder Dahme und Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

In beiden Ostseeheilbädern gibt des die Zimmervermittlungen der Kurverwaltungen. Sie befinden sich jeweils in den Gebäuden der Kurverwaltungen Dahme und Kellenhusen an den Promenaden mit Blick auf die Ostsee.
Die Organisationen der Kurverwaltungen unterscheiden sich
.In Kellenhusen hat die Kellenhusener Touristik GmbH durch Geschäftsbesorgungsvertrag das Aufgabenspektrum der Kurverwaltung übernommen und erweckt damit den Eindruck des kaufmännisch ausgerichteten Aufgabenvollzuges. Die Führung der einzelnen Betriebszweige müßte nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit erfolgen.
Das bedeutet meines Erachtens, daß nur eine deutliche Gewinnerzielung die Fortführung des Betriebszweiges ermöglicht.
Dieses ist wohl bei der jetzigen Kurverwaltung in Kellenhusen noch nicht hinzreichend gesichert.
Bezogen auf die Betriebs-und Personalkosten ist das positive Ziel nicht erreicht.
Es fehlt in Kellenhusen das große Kontingent der für die Kurverwaltung zur Verfügung stehenden Ferienwohnungen.
Anders sieht es bei den gewerblich tätigen Zimmervermittlungen in Kellenhusen aus, denn die meisten verfügen über einen ansehnlichen Anteil von Vermietungsobjekten.
Die Ursache ist m.E. der größere und auch zum Teil kompetentere Gästeservice der gewerblichen Vermieter. Der Service wird anerkannt und beinhaltet u.a. auch die umfassende Betreuung am Anreisetag und während der Urlaubsdauer.
Mit dem neuen Kurtaxeinzugssystem – über die rabattorienierte Ostseecard als Ersatz der Kurkarte – ist seit 2004 ein zeit – und personalaufwendiges Ausfüllen der DIN A4 großen Abgabeformulare verbunden, daß sich trotz der geringen Provision nicht rechnet.
Die zusätzlichen Peronalkosten werden bei dem Zimmernachweis der Kurverwaltung Kellenhusen einfach dem Posten allgemeine Personalkosten zugeordnet und fallen in die Summe des jährlichen Verlustausgleiches.
Mit diesem Ausgleich wird die Kurverwaltung solvent gehalten.
Diesen Verlustausgleich gewährt keiner den gewerblichen Zimmervermittlungen.
Für die Kurverwaltung in Dahme besteht keine GmbH, die mittels Besorgungsvertrag den Aufgabenvollzug wie beschrieben regelt.
Eine früher mit Kellenhusen gemeinsam hierfür gegründete GmbH wurde erst aufgelöst, weil die Dahmer Gemeindevertretung keine Vorteile erkennen, sondern nur höhere Kosten bilanzieren konnte.
Die GmbH hatte anfangs nur den Vorteil der Personalkosteneinsparung aufgezeigt, weil die Mitarbeiter nicht nach den Vorgaben des teuren öffentlichen Dienstes entlohnt wurden.
Dieses allein erschien Dahme nicht genug.
Die Zimmervermittlung wird dort nach altem Muster mit guter Zusammenarbeit mit den gewerblichen Zimmervermittlungen geführt.

Montag, 30/5/2005

Das Niveau der touristischen Infrastrukturentwicklung in den Ostseeheilbädern Dahme und Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Nicht allein der reizvolle Standort unmittelbar am Ostseestrand und eingebettet in eine intakte Natur reicht als touristisches Produkt aus. Die so beschriebene örtliche Lage ist zukünftig die Grundlage für den Erhalt des Wirtschaftsfaktors Tourismus.
Hinzukommen muß die nachhaltige touristische Infrastruktur.
Mit letzterem ist das moderne an den Zielgruppen, Gästen ausgerichtete Angebot der Freizeitgestaltung des Ostseeheilbades gedacht.
Dazu gehört die Realisierung des markt- und nachfragegerechten Kur-und Wellnessangebotes, die Schwimmbadanlage bzw. Badelandschaft, Wassersportanlagen, funktionale Spieleinrichtungen für Kinder und Jugendliche und zeitgemäße Veranstaltungsräume für außen und innen.
Eine kostenneutrale Kurverwaltung mit hoch motiviertem Team und Leitungsebene soll eine zeitgemäße Kundenwerbung und den Gästeservice durch die Information vor Ort sichern.
In Kellenhusen und Dahme arbeitet man auf diesen Standard hin, um wettbewerbsfähig zu sein.

Sonntag, 29/5/2005

Kurtaxe in den Ostseeheilbädern Dahme, Grömitz und Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Die Gemeinden der Ostseeheilbäder sorgen für eine gute tourismusbezogene Infrastruktur, damit die Gäste den im Gastgeberzeichnis dargestellten Service und Komfort in den Beherbungsbetrieben, im Bereich des Badestrandes und des Kurzentrums auch genießen können.
Es entstehen so erhebliche Betriebskosten, die auch mit den Personalkosten für die Kurverwaltung sehr umfangreich sind.
Durch die Zweitwohnsteuer und die Kurtaxeinnahmen läßt sich der Aufwand der Kurverwaltung allein nicht decken.
Zwischen 250.000 bis 300.000 Euro müssen aus dem Gemeindehaushalt jährlich als Zuschuß zur Kostendeckung finanziert werden.
Die meisten Kurgäste sehen die Notwendigkeit der Kurtaxe ein, finden jedoch manche Kurtaxanhebungen für überzogen.

Unter dem Begriff Ostseecard haben die Kurverwaltungen den Kurtaxeinzug mit einem Service verbunden. Der Besitzer einer Ostseecard kann einige Rabatte, Kostenminderungen in Anspruch nehmen, wenn er bestimmte Veranstaltungen und Leistungen von Gewerbetreibenden in Anspruch nimmt.
In Kellenhusen ist mit dem Besitz der Ostseecard der kostenlose Besuch des hiesigen Schwimmbades und die preiswerte
Busfahrt zwischen den Ostseeheilbädern möglich.
Die Einführung der Ostseecard wurde von dem Tourismusverband Schleswig-Holstein den Gemeinden mit der Prognose empfohlen, daß die Gemeinde damit erhebliche Erlöse erzielen werden. Diese Erlöse sollen sich aus den Extra-Buchungsprovisionen für die kostenpflichtigen Sonderangebote zu Ostseecard ergeben.
Diese Prognose hat sich bisher als falsch erwiesen; denn die Gäste buchen kaum kostenintensive Angebote außerhalb ihres Ferienortes.
Folge ist, daß sich die Unkosten für die Kurverwaltungen in Dahme und Kellenhusen erheblich erhöhen.
In Kellenhusen hatte die Gemeindevertretung 2004 bereits eine Kündigung des Ostseecardprogramms beschlossen.
Dieser Beschluß wurde aber rückgängig gemacht, weil die Landesregierung bei Aufkündigung des Programms keine Fördermittel für Tourismusprojekte mehr bewilligt.
Die angeblichen Kinderkrankheiten der Ostseecard rechtfertigen nach Auffassung der Regierung keinen Ausstieg aus der landesweit geförderten Ostseecard.
Wenn die Landesregierung in Kiel dafür sorgt, daß sich das Konsumverhalten der Feriengäste verbessert, könnte die Ostseecard vielleicht noch ein Erfolg sein.
Im Ostseeheilbad Kellenhusen bezweifeln Bürger diese Zukunftsperspektive.

Samstag, 28/5/2005

Gute Badewasserqualität in den Ostheilbäder Grömitz, Kellenhusen, Dahme

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Mit der für den Tourismus auch in Norddeutschland und Ostholstein erfreulichen Nachricht, daß die Badewasserqualität sich euroweit insgesamt verbessert hatte, überraschten die Pressevertreter der EU zu Beginn der Sommersaison. Auch.für die Region der Nord- und Ostsee sind die Werte als gut eingestuft worden.
In der EU ist gesetzlich festgelegt, daß durch regelmäßige Wasserprobenentnahme auch in allen Badezone der Ostseeheilbäder dynamisch eine
Ergebnisüberprüfung gesichert ist. Bei schlechten Werten prüft das zuständige Gesundheitsamt, ob eine Warnung für Badende aktuell öffentlich bekannt gemacht wird.
Solche Warnungen soll man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Beim Badenverbot liegen so negative Werte vor, daß Gesundheitsschäden zumindest abstrakt angenommen werden können. Badende können dann beispielsweise auch Darmprobleme bekommen.
Die Mitarbeiter der DLRG haben schon früher konkret die Umsetzungen des Badeverbots mit Lautsprecherdurchsagen sachgerecht umgesetzt.

In dieser Saison bieten die guten Messwerte des Meerwassers die Voraussetzung für eine tolle Badesaison europaweit.

Freitag, 27/5/2005

Klassifizierung von Beherbungsbetrieben in den Ostseeheilbädern Grömitz, Dahme und Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Die Touristikleiter der Ostseeheilbäder Kellenhusen und Dahme haben deutlich gemacht, daß die Qualitätsverbesserung bei der Ausstattung der Beherbungsquartiere dringend notwendig ist.
Rückmeldung von Gästen hatte gezeigt, daß sie häufig veraltete Standards erkannt und beanstandet hatten.
Rückläufige Übernachtungszahlen und damit weniger Wirtschaftlichkeit haben den Tourismusverband in Bonn motiviert, ein mittlerweile anerkanntes Klassifizierungsystem einzuführen, daß die Einordnen der
Beherbungsquartiere transparent für den Feriengast und Vermieter erkennen läßt.
Der höchste Standard wird mit vier Sternen, der niedrigste mit einen Stern gekennzeichnet. Das Klassifizierungssystem gleicht der Einstufung von Hotels und hat sich meines Erachtens bewährt.
Der Klassifizierungskatalog für die Beherbungsbetriebe liegt den Kurverwaltungen vor und die Vermieter können über die Firma Secra GmbH , Neustadt/H die Eingruppierung ihres Betrriebes erreichen.

Mittwoch, 25/5/2005

Küstenschutz vor den Ostseeheilbädern Dahme und Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Kontinuierlich spült die Ostsee an Dahme und Kellenhusen Erdreich und Sand ins Meer und verringert die Landflächen
hinter dem Küstensaum. An der Steilküste bricht jedes Jahr bis zu einem einem Meter ab.
Während der Deichbau den Schutz vor Sturmfluten gewährleisten soll, wird mit einer anderen Maßnahme, dem Buhnenbau versucht, verlorenen Sand im Ufersaum zu halten und zu gewinnen.
Im Ostseebad Dahme wird der Deichbau forciert und nach den Vorgaben des Landes in wenigen Monaten umgesetzt.

In Kellenhusen ist es immer noch nicht soweit; denn die schon lange versprochene Deichbaumaßnahme wird immer wieder verschoben.
Die Gemeindevertretung in Kellenhusen hatte sich vor Jahren vorgenommen , selbst etwas Küstenschutz zu betreiben.
Es wurde ein Buhnengutachten in Auftrag gegeben; denn es sollte zunächst geklärt werden, ob und in welcher Art Buhnenbau für Kellenhusen zweckmäßig ist.
Das Buhnengutachten kostete rund 30.000 DM und ließ die Frage offen, ob ein sachgerechter Buhnenbau tatsächlich zum
Erhalt und Verbreiterung des Strandes beiträgt.
Erstaunlich ist, daß der moderne Buhnenbau auf der anderen Seite der Lübecker Bucht – in Mecklenburg – mit großem Erfolg durchgeführt wird.
Erstmals muß die Gemeinde Kellenhusen sich mit diesem Problem erneut auseinandersetzen, denn im Zuge des geplanten Brückenneubaus in Kellenhusen ist beabsichtigt, die Natursteine der alten Buhnen aus Kostengründen für das Brückenfundament zu verwenden.
Für einen solchen Eingriff, der den Buhnenabbau beinhaltet, ist jedoch eine Genehmigung erforderlich.

Dienstag, 24/5/2005

Der Anrufbus als Service Einheimische und Gäste der Ostseeheilbäder Dahme und Kellenhusen

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Die Firma Autokräft ist eine der Säulen des öffentlichen Personennahverkehrs auch in Ostholstein.
Mit dem neuen Service des Anrufbusses können werden Fahrgäste aus der hiesigen Region auf Wunsch vor ihrer Haustür für den Aufschlag von 50 Cent auf den normalen Fahrpreis abholt und zu dem Zielort günstig gefahren werden.
Es sollen auch die Bereiche abgedeckt werden, die nicht in der Nähe einer Bushaltestelle liegen.
Der Anrufbus soll mindestens 45 Minuten vorher bei der Zentrale Anrufbus in Neustadt/Holstein telefonisch bestellt werden. In der Zentrale wird der Einsatz dann koordiniert.
Der Komfortpreis kommt auch durch Zuschüsse der an dem Service beteiligten Gemeinden zu stande.
Dieses tolle Angebot richtet sich insbesondere auch an Seniorinnen und Senioren.
Nicht nur in den Tageszeitungen wirbt die Autokraft um rege Nutzung des Angebots, vielmehr wird auch mit Vorträgen bei Vereinen und Verbänden von der Autokraft eine Aufklärung über den Einsatz des Anrufbusses betrieben.
Bislang sind drei Anrufbusse im Einsatz, die sehr häufig den Bereich Dahme und Kellenhusen anfahren.
Das Gesamtkonzept funktioniert, Engpässe haben sich zwischen 15.00 und 16.30 Uhr ergeben.
Ein vierter Anrufbus kommt dann zum Einsatz, wenn der Bedarf während der Ferienzeit sich erheblich erhöht.I

Montag, 23/5/2005

Grundatzbeschluß´für die neue Kellenhusener Seebrücke

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Schön , multifunktional – und teuer , so lautet ein Titel in den Lübecker Nachrichten zu dem Grundsatzbeschluß der Kellenhusener Gemeindevertretungin der vergangenen Woche.
Der Entwurf der neuen 300 Meter langen Brücke mit zwei begehbaren Inseln und Anleger für Fahrgastschiffe und Sportboote stellt eine schon überzeugende und multifunktionale Tourismusplanung dar.
Der Touristikleiter des Ostseeheilbades Kellenhusen schwärmte verbal von der Konstruktion und den vielen Gestaltungsmöglichkeiten.
Bei der Finanzierungsfrage, die sich nun mit Mehrkosten von 450.000 Euro ohne Plaungskosten beschäftigt, machten die Gemeindevertreter deutlich, daß ohne eine Förderung die Realisierung nicht zu erwarten sei.
Die Gemeindevertretung setzt sich daür ein, daß dann eine preiswertere neue Brücke gebaut wird, wenn keine Förderung erfolgt.
Die Entscheidung über den Förderantrag soll Anfang Juni 2005 getroffen werden.

Sonntag, 22/5/2005

Verbesserte Gesundheitsfürsorge für die Bäderküste

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

Das Netz der aktuellen ambulanten ärztlichen Notversorgung an der Lübecker Bäderküste wird trotz hoher Kosten auf dem bisherigen Niveau erhalten.
Dazu gehören die Einsatzbereitschaft des Rettungshubschraubers Christoph 12 von der Kreisstadt Eutin aus zu den Ostseeheilbädern Dahme, Kellenhusen, Grömitz und anderen Orten. Ebenso wichtig ist der Einsatz der Notarztfahrzeuge von den verschiedenen Krankenhäusern im Einzugsbereich. Unterstützend können auch die Badeärzte zum Einsatz kommen.

Beachtlich ist der medizinische Leistungsstandard des Neustädter Klinikums, daß nunmehr in enger Kooperation selbst Krebspatienten dort betreuen kann. Es entfallen die langen Anfahrtwege in die Lübecker Universitätsklinik.
Den Feriengästen kann, wenn es wirklich erforderlich ist, das fast gesamte Spektrum der modernen ärztlichen Versorgung gleich angeboten werden. Als Beispiel führe ich die neue onkologische Hochschulambulanz im Klinikum an.

Samstag, 21/5/2005

Verbesserung der Infrastruktur an der Bäderküste durch Erdverkabelung

Filed under: Ostsee — Ulrich Knauff

In aktuellen Presseberichten hatte die Firma E.ON mitgeteilt, daß der seit Jahren angekündigte und jetzt konkret geplante Bau der 110 KV -Trasse von Göhl nach Lübeck als kostengünstige Freileitung und nicht als Erdverkabelung realisiert werden soll. Die Firma E:ON will bis Ende 2005 entsprechende Planungsunterlagen für das behördliche Raumordnungsverfahren einreichen.
Der Kreisparteitag der SPD in Ostholstein hat heute beschlossen, daß die behördlichen Entscheidungsträger ihr Einvernehmen von einer vorherigen Prüfung der Zweckmäßigkeit einer Erdverkabelung abhängig machen sollen.
Es ist der Eindruck entstanden, daß E:ON gar nicht die alternative Möglichkeit der Erdverkabelung geprüft hat.
Der Neubau von Hochspannungsleitungen stößt in der Bevölkerung wegen der Zerstörung des Landschaftsbildes und der elektromagnetischen Unverträglichkeit auf ständig abnehmende Akzeptanz.
E:ON hat wegen des hohen Strombedarfs und der erheblichen Preiserhöhungen gegenüber den Kunden beachtliche Gewinne erzielt.
Naturverträgliche Investitionen wie die Erdverkabelung können deshalb von den Genehmigungsbehörden gefordert werden.
Eine Zerstörung des Landschaftsbildes an der Bäderküste schadet dem Tourismus und damit Ostseeheilbädern wie Grömitz, Dahme und Kellenhusen.

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